Die offizielle Qype-Stellungnahme zur Abmahnung

4.04.2007 von Stephan Uhrenbacher

Zum heiß diskutierten Vorfall um die Abmahnung von Jan ganz kurz unser Standpunkt:

 

Qype gibt Nutzern die Möglichkeit, die eigene Meinung zu veröffentlichen, ähnlich, wie das zum Beispiel auch im eigenen Blog geht. Aus der Vielzahl einzelner Meinungen können sich andere dann ein Bild über einen Ort oder ein Geschäft machen.

Hier wie da gilt:

1) Man darf nichts Falsches verbreiten und

2) Man darf andere nicht beleidigen.

Beide Punkte sind an sich selbstverständlich.

Grundsätzlich ist Qype eine Plattform, bei der die Qyper ihre persönliche Meinung einstellen können. Wir freuen uns über jeden Beitrag. Inhalte oder Meinungen machen wir uns dadurch nicht zu Eigen. Nutzungsrechte müssen wir uns schon deshalb einräumen lassen, weil wir die Qype-Beiträge sonst überhaupt nicht über qype.com verbreiten dürften.

Wenn ein Qyper die Rechte Dritter verletzt und wir das erfahren, sind wir selbstverständlich verpflichtet, den Beitrag zu löschen. Und das machen wir auch. Im Fall von Jan war der Beitrag lange gelöscht, bevor das ganze publik wurde.
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Jan habe ich sofort Unterstützung zugesagt wie wir es für jeden Qyper tun würden. Wir helfen dort, wo wir das können.

Wichtig dabei: Jan wurde nicht wegen einer Meinung in einem Beitag abgemahnt. Bei Jan ging es um eine Verwechslung zweier Unternehmen, das heißt, Dinge, die er zu einem Unternehmen geschrieben hatte, gehörten inhaltlich zu einem anderen – namensähnlichen – Unternehmen. Selbst wenn wir hier helfen wollten, können wir nicht mehr tun. Eine Abmahnung heisst in diesem Fall übirgens nichts anderes, als dass sich Jan verpflichten müsste, das nicht noch einmal zu wiederholen.

Jan selber hat auch in fast allen Blogs entsprechend kommentiert.


Mir ist in der Diskussion folgender Punkt wichtig. Es gibt nur entweder „Zensur“ durch einen verantwortlichen Redakteur, der seine Mannen unter Kontrolle hat. Genau das wollen wir bei Qype nicht. Oder es gibt Freiheit des Einzelnen, zu sagen was er denkt. Und dafür stehen wir.
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13 Kommentare zu “Die offizielle Qype-Stellungnahme zur Abmahnung”

  1. sterzi sagt:

    Wie die meisten Qyper nutze ich diese Plattform zur Freizeitgestaltung und um einfach Spaß zu haben. Dabei möchte ich mich eigentlich nicht um juristische Gefahrenlagen und Auseinandersetzungen kümmern - denn das ist außerhalb meiner Freizeit mein Job ;-) Im vorliegenden Fall scheint mir daher weider mal ein “Kollege” deutlich übers Ziel hinaus geschossen zu sein. Die Abmahnunsitte ist ja zwischenzeitlich auch an höchster Stelle bestens bekannt und sogar unsere Bundesjustizministerin, hat erkannt, dass “Gegenmaßnahmen” dringend geboten sind. Leider kann Jan davon derzeit nur mittelbar profitieren.
    Ausdrücklich begrüße ich daher, dass sich Qype im Rahmen des Möglichen hier für Jan einsetzt! Denn immerhin ist auch zu bedenken, dass Qype als Diensteanbieter immer irgendwie mit im (Haftungs-)Boot sitzt.
    Ich plediere jedenfalls audrücklich dafür, dass ein so hervorrangendes Medium und eine Austauschforum wie Qype - einschließlich seiner Mitglieder - nicht durch formal-juristische Auseinandersetzungen kaputt gemacht wird.
    So, struggle on …

  2. Die schwarz-weiße Welt von Qype auf F!XMBR sagt:

    [...] Gründer und Geschäftsführer persönlich, antwortet auf dem hauseigenen Blog in einer offiziellen Stellungnahme. Nachdem ich dieses Pamphlet diesen Text gelesen habe, wundert mich gar nichts mehr - es ist nicht [...]

  3. Kai sagt:

    Hi,
    ich bin kein Qype-Nutzer und werde auch keiner werden, aber ich sehe das Ganze so:

    Wenn Qype einfach sagt, OK wir uebernehmen die Rechnung, wo faengt dann sowas an und wo hoert sowas auf? Wenn Du willst, koenntest Du ja dann mit ein paar Leuten und einem Anwalt ne Menge Kohle in kuerzester Zeit machen.

    Ich finde die Einstellung “Die wollen ja eh nur Kohle machen” auch ziemlich sinnlos. Es gibt im Internet 100000 Ideen, die fuer den User Spass machen sollen (es MUSS keiner Youtube nutzen), die aber fuer den Betreiber Geld einbringen sollen. Wieso auch nicht? Wer die Idee hat und weiss sie umzusetzen, wie gesagt, es wird ja keiner gezwungen diese Services zu nutzen. Ich bin aber dankbar, dass es Seiten wie Youtube, Hitflip, Flickr usw. gibt.

    Dies klaert nicht die Frage, wie man sich vor solchen Abmahnung schuetzen kann. Und damit meine ich von Seiten des Betreibers als auch des Users.

    Ich betreibe ebenfalls eine Community mit Foren und wenn ich mir ueberlege, dass sowas auch auf mich zukommen kann, dann frage ich mich, ob es sich ueberhaupt noch lohnt.

    Wollen wir wirklich ein Internet ohne freie Meinung in Foren? Wollen wir wirklich einfach alles auf die Betreiber schieben? Wo wuerde das hinfuehren?

    Die laecherlichen Gesetze und diese Anwalt-Schurken sind das Problem!

  4. Karlheinz Mosblech sagt:

    Das Nichtwahrnehmenwollen redaktioneller Verantwortung (nicht nur im rechtlichen Sinne) als nichtausgebübte Zensur zu bezeichnen, zeugt von einiger begrifflicher Verwahrlosung.

  5. sterzi sagt:

    Zu Kai: Vorsicht mit “diese Anwalt-Schurken” - da könnte das nächste Problem lauern! Aber ich fühle mich da mal nicht angesprochen, s. o. ;-)

  6. lokalreporter sagt:

    ich habe mir in meiner kurzen qype-zeit schon einige abmahnungsverwandte reaktionen[löschungen und ermahnungen, weil ich garstige sachen gesagt/geschrieben habe]erschrieben. ich werde mal versuchen, mir baldmöglichst ne richtige abmahnung zu erqypen, ma kieken, ob ichs damit auf die titelseite des SPIEGEL schaffe.

  7. Christiane sagt:

    Ihr wisst doch jetzt auch schon, was auf Euren Seiten steht. Und ich gehe mal davon aus, dass Ihr jetzt auch schon “zensiert” und Beitraege loescht, wenn sie rechtlich bedenklich sind. Da hab ich kein Problem mit. Qype ist nicht nur ein Diensteanbieter, der mit den Inhalten nix zu tun hat. Ihr koennt doch nicht ernsthaft an die Qyper die Botschaft ausgeben, “aber haften tut Ihr selbst”? Aber wenn Ihr Euch einen Schnupfen holt, bringen wir die Waermflasche.

  8. Insomniaonline » Blog Archive » AAL2 sagt:

    [...] HartzIV genannt), sondern AAL (Andere Arbeiten Lassen) Teil 2: Qype-Chef Stephan Uhrenbacher nimmt offiziell Stellung im Fall der Abmahnung gegen Jan vom [...]

  9. Jan Schmidt sagt:

    Ich habe in meinem Ursprungsbeitrag (http://www.bamberg-gewinnt.de/wordpress/archives/714) inzwischen ein längeres Update eingefügt, in dem ich den Vorgang aus meiner Sicht umschreibe (in den Kommentaren hatte sich ja schon der Rechtsanwalt des Abmahnenden zu Wort gemeldet).

  10. OLiverG sagt:

    Hm, da war ja auch von einer Telefonnummer die Rede. Wer hatte die denn eingefügt? Qype oder Jan?

    Generell ist es ja OK, dass sich Qype die Sache erst ansieht, bevor es sagt, wie genau es helfen kann. Andererseits profitieren die MItgllieder rein ideell und Qype primär monteär. Ggf sollte man dann auch die Risiken (Ideell -> Glaubwürdigkeit, monetär -> finanzielle Schäden) entsprechend verteidigen.

    Nutzungsrechte: klar.
    Dass mann Qype mit so einer Taktik ” strategisch kaputt-abmahnen könnte”: Therortsch drin aber denn doch wahrscheinlich ermittelbar.

    Generell: Sinnvoll an der aktuellen Qype-diskussion ist, wer eigentlich für die ‘Fehler’ in der AAL-Arbeit grade steht. (Fehler/Versehen, nicht Böswillen.)

  11. Stephan Uhrenbacher sagt:

    @ KarlHeinz: “Zensur” war ja auch in Anführungszeichen gesetzt. Ich meine damit ja nicht China. “Zensur” ist nur regelmässig der Aufschrei, der durch Communities geht, wenn sich Betreiber einmischen.

  12. Karlheinz Mosblech sagt:

    Ich habe die Anführungszeichen wohl gesehen und weiß schon, worauf Sie sich bezogen haben. Dennoch fügen Sie sich dieser Logik der Ahnungslosen.

    Niemand, der halbwegs ernsthaft schreibt, wird eine redaktionelle Durchsicht ablehnen (ich kenne als Übersetzer und langjähriger Lektor beide Seiten). Und Qype ist ja kein Kindergarten wie irgendein Gamer-Forum oder drehscheibe-online.

    Dass man sich eine Redaktion nicht leisten kann oder will, sollte man zugeben. Die Lektorate bei Buchverlagen verkümmern ja auch. Mit dem entsprechenden Imageschaden, wenn man mal wieder auf einen Fake hereingefallen ist. Wer selbst keine Sorgfalt mehr aufbringen mag, muss dann aber auch als erster die Folgen tragen. »Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass« ist jedenfalls keine kluge Strategie, wenn man dauerhaft Beiträger gewinnen will.

  13. Es gibt Eis, Baby - S-O-S SEO Blog sagt:

    [...] und Personen in Verbindung bringt und auf einem sozialen Netzwerk basiert. Dummerweise hat Jan bei Qype eine falsche Eintragung getätigt und dadurch den vermeintlich Geschädigten so [...]

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